über dieses Internetangebot

Philosophie von „Mittelamerika im Aquarium“

Die Aquaristik ist ein Hobby, das viele naturwissenschaftliche Disziplinen tangiert. Wie wichtig fundamentale naturwissenschaftliche Kenntnisse für das Verstehen der Abläufe und Zusammenhänge im „See im Glase”[] sind, merken viele Aquarianeren leider meist erst, wenn es zu spät ist. Deshalb ist dieses Internetangebot populärwissenschaftlicher Natur. Dieses Internetprojekt soll dazu dienen, die Kluft zwischen, durch Forschung gewonnenen, naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und den Aquarianeren zu verkleinern. Zu diesem Zweck werden naturwissenschaftliche Themen der Süßwasseraquaristik populärwissenschaftlich aufbereitet, in hoffentlich verständlich erläuter Form auf den Hinblick zur aquaristischen Praxis, mit dieser aquaristischen Praxis verknüpft. Dieses Angebot richtet sich deshalb im Schwerpunkt an naturwissenschaftlich interessierte AquarianerInnen.

Durch den Zugewinn von neuen Erkenntnissen, und der damit verbundenen immensen Zuhnahme an Komplexität, sind die Naturwissenschaften für viele Menschen außerhalb des Einflussbereichs des alltäglichen Lebens angesiedelt. Viele Menschen haben deshalb leider eine ambivalente bis gar ablehmende Haltung den Naturwissenschaften, naturwissenschaftlicher Bildung und der naturwissenschaftlichen Forschung gegenüber.

Eine Grundfeste wissenschaflicher Arbeitsweise ist der explizite Beleg von allem, was nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist, mit formal korrekten Quellennachweisen. Roß und Reiter nennen. Wer hat wann, wie und wo was gesagt oder geschrieben? Da es sich hier um ein nach populärwissenschaftlichen und wissenschaftsjournalistischen Maßstäben arbeitendes Internetangebot handelt, werden die Regeln nicht ganz so rigeros umgesetzt, wie bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Nach Möglichkeit verwende ich als Quellen zumindest für grundlegende Dinge qualitativ gute populäre Literatur. Viele dieser Werke sind auch unter Aquarianern recht bekannt, und in der Aquaristik-Bibliothek vorhanden. Bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen als Quelle bin ich im Zuge der Nachvollziehbarkeit darum bemüht, wenn machbar solche zu verwenden, die online frei verfügbar und damit für interessierte Leser problemlos zugreifbar sind.

Wenn man sich also ein Aquarium aus Interesse am Beobachten anschafft, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass das Interesse weiter reicht und entsprechende Literatur besorgt wird. Als ich noch während der Grundschulzeit mit der Aquaristik angefange habe, habe ich mir mit dem Büchereiausweis sämtliche Bücher über Aquaristik und Fische aus der örtlichen Leihbücherei besorgt. Auch mein erstes gekauftes Aquaristikbuch stammte aus dem Verkauf alter Bücher einer Leihbücherei. Beim Verkauf der ausrangierten Bücher erwarb ich für ganze fünf D-Mark „Das Aquarium von A-Z” von Hans Frey. Sicherlich war auch damals schon nicht mehr alles auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse, was in diesem Buch steht.

Vielleicht liegt das Desinteresse oder gar die Ablehnung der naturwissenschaftlichen Aspekte der Aquaristik auch darin begründet, dass sehr viele Menschen ein Aquarium samt seiner Bewohner als Dekorationsgegenstand ansehen. Der muss in erster Linie schön aussehen. Leider ist es so, dass nur ein funktionierendes Aquarium schön aussieht, und damit ein Aquarium funktioniert, muss man sich mit der Materie auseinandersetzen. Insbesondere, in dem man sich vor das Becken setzt und beobachtet. Auf der anderen Seite sind die Notwendigkeiten zur Erfüllung der Bedürfnisse der Bewohner eines Aquariums nicht immer mit den ästhetischen Ansprüchen vereinbar.

Es ist zur Mode geworden, auch aufwändigere Beiträge in Forencommunities zu veröffentlichen. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass diese Informationen früher oder später, sei es durch technische Probleme oder persönliche Differenzen der Betreiber, nicht mehr verfügbar und damit verloren sind.

Mittelamerika im Aquarium

Einen wichtigen Teil dieses Internetangebots, mit einem unmittelbarem Bezug zu meiner persönlichen aquaristischen Praxis, stellt die Veröffentlichung meiner Erfahrungen in der Pflege von Aquarienbewohnern aus dem biogeographischen Großraum Mittelamerika dar. Diese Erfahrungen werden durch Einbeziehung und Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse und populärer Veröffentlichungen ergänzt.

Informations- und Medienkompetenz - nicht nur in der Aquaristik wichtig!

Wissen sollte prinzipiell von jedem zu jeder Zeit abgefragt werden können. Zudem muss die Möglichkeit gegeben sein, Informationen zeitnah auf den neuesten Stand zu bringen. Diese Kritierien werden vom Internet erfüllt. Jeder kann seine Gedanken, Ideen, Meinungen, Ansichten und sein Wissen für jeden weltweit zugänglich veröffentlichen. In dieser egalitären Wissensverbreitung stecken aber auch Gefahren. Manipulative, extremistische, weltanschauliche und sachlich schlicht falsche Informationen können ebenso leicht verbreitet werden wie objektive und korrekte Tatsachen-Beschreibungen und wissenschaftliche Erkenntnisse.

Es ist somit unbedingt notwendig, dass der Informationssuchende im Internet und generell, dazu fähig ist, gute und schlechte Informationsquellen unterscheiden zu können. Vielfach reicht die Fähigkeit zur Bewertung aber allein dazu aus, die inhaltliche Unterschiedlichkeit, nicht aber die inhaltliche Qualität von Informationsquellen zu erkennen.

Die naturwissenschaftliche Unbedarftheit und ein allgemeiner Mangel an kritischen Fakultäten bei vielen Menschen führt dazu, dass sachlich falsche, tendenziöse oder ideologisch angehauchte bis irrationale überzeugungen qualitativ nicht von sachlich-objektiven, belastbar mit Quellen belegten unterschieden werden können. Genau solchen sachlich falschen, ideologisch eingefärbten bis irrationalen Veröffentlichungen aus dem Bereich der Aquaristik wird hier mit den Methoden des sachlichen Diskurses - Objektivität, Zitaten, Sachargumenten und naturwissenschaftlichen Belegen - entgegengewirkt. Dazu werden solche Veröffentlichungen von dubioser Seriosität als Aufhänger und Erörterungsgrundlage benutzt. Durch unmittelbaren Bezug in Form von Zitaten erfolgt eine Gegenüberstellung der fraglichen Aussagen mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, unter Zuhilfenahme belastbarer und nachvollziehbar dokumentierter Quellen.

Ich bin davon überzeugt -ich hoffe zumindest, dass es der Realität entspricht- dass der Großteil der Leser auf der rational-sachlichen Ebene ansprechbar ist, und dadurch über den Zugang von Argumenten und Belegen dazu fähig ist, gute von schlechten, korrekte von falschen Informationsquellen und subjektive Meinungsäußerungen von objektiven Tatsachenschilderungen zu unterscheiden.

Abstecher in den Themenkomplex Informations- und Medienkomepetenz sowie kritisch-skeptische Diskussionskultur sind somit ebenfalls Bestandteil dieses Internetauftritts. Dabei geht es nicht darum, die Veröffentlicher der angekreideten sachlich fragwürdigen bis falschen Informationen zu diskredieren, weil sie demonstrierbar falsche Auskünfte verbreiten. Beanstandenswert ist nämlich nicht die Veröffentlich sachlich unrichtiger Informationen an sich, beanstandenswert viel mehr ist die mitunter irrationale Vehemenz und Borniertheit, mit der diese, oft trotz aller Belege des Gegenteils, als wahr behauptet werden wollen.

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