Killifische sind kleine bis mittelgroße Knochenfische. Die kleinsten Arten, wie verschiedene Rivulus-Arten erreichen Endgrößen um 3 cm, die größten wie Lamprichthys tanganicanus etwa 15 cm. Bei vielen Arten liegt ein deutlicher Sexualdicolorismus vor, die Männchen sind deutlich bunter oder genrell auffälliger gefärbt als die eher erdfarbenen und unscheibaren Weibchen. Bei anderen Arten machen sich die Geschlechter beispielsweise anhand größerer Beflossung der Männchen unterscheidbar.
Der Begriff Killifische leitet sich vom niederländischen „kille“ für ein kleines Gewässer, einen Tümpel oder Graben beispielsweise, ab. Ursprünglich bezog sich der Begriff vermutlich auf die Fundulus-Arten, welche in der Umgebung der niederländischen Kolonie Nieuw Amsterdam (heute Manhattan in New York) in kleinen Gewässern leben.
Der in der Aquaristik gebräuchliche Begriff eierlegende Zahnkarpfen oder auch Killifische fasst etwa 1300 auf vier Kontinente (Europa, Asien, Afrika, Amerika) verteilte Knochenfischarten zusammen, die mit den Lebendgebärenden Zahnkarpfen, Vieraugenfischverwandten, und den Hochlandkärpflingen die Ordnung Cyprinodontiformes (Zahnkärpflinge) bilden. Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Ordnung sind recht vielschichtig, so dass der Begriff eierlegende Zahnkarpfen oer Killifische heute nicht mehr mit der Familie Cyprinodontidae synonym gleibbedeutend, mit gleicher Bedeutung auch: andere wissenschaftliche Bezeichnung für das selbe Taxon. verwendbar ist. So sind die nordamerikanischen, eierlegenden Quellenkärpflinge (Splitfins) näher mit den lebendgebärenden Hochlandkärpflingen Mexikos und den mittelamerikanischen Profundulus verwandt, als mit anderen eierlegenden Zahnkarpfen und werden daher nach Parenti (1981) als Unterfamilie Empetrichthyinae mit den Goodeinen in die Familie Goodeidae gestellt. In der phylogenetischen Systematik ist der Begriff Eierlegende Zahnkarpfen oder Killifische daher nicht mehr als Umschreibung einer systematischen Stufe innerhalb der Zahnkärpflinge anwendbar.
Auch die Lebendgebärenden Zahnkarpfen wie Schwertträger und Mollies, welche ehemals gesondert in die Familie Poeciliidae gestellt wurden, sind nahe Verwandte eierlegender Zahnkärpflinge aus Afrika und dem zentralen Amazonasbecken Südamerikas. Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen bilden daher heute, als Unterfamilie Poeciliinae, zusammen mit den südamerikanischen und afrikanischen eierlegenden Zahnkarpfen der Unterfamilien Aplocheilichthyinae und Procatopodinae die Familie Poeciliidae. Um die oviparen Zahnkarpfen aber gesammelt behandeln zu können, habe ich sie hier unter den aquaristisch gebräuchlichen und eingebürgerten Bezeichnungen zusammengefasst.
Ein verbreitetes Missverständnis, um nicht zu sagen Voruteil, Killifische betreffend ist, dass es sich generell um Saisonfische oder anuelle Fischarten handelt. Also solche Fische, welche in ihrer Lebensweise an zyklisch austrockende Gewässer angepasst sind, in dem ihr Laich nach dem Trockenfallen des Gewässers bis zum Schlupf der Larven nach erneuten Regenfällen eine Ruhephase (Diapause, Dormanz) durchlaufen müssen. Die Alttiere überlegen das Austrocken des Gewässers natürlich nicht. Dabei sind nur ein Teil der Killifische oder eierlegenden Zahnkarpfen wirklich solche anuellen Arten. Als große Gruppen anueller Killifischen sind zum einen die Fächerfischverwandten aus Südamerika (Cynolebias, Plesiolebias, Simpsonichthys) als auch die afrikanischen Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius) zu nennen. Viele Bachlingsverwandte (Rivulus, Kryptolebias) sind dagegen nur semi- oder halbanuell. Ihr Laich kann also durchaus auch Trockenphasen überdauern, eine Notwendigkeit für die Entwicklung der Nachkommenschaft besteht darin aber nicht.
Einer der bekanntesten Killifische ist wahrscheinlich der Kap Lopez oder Bunte Prachtkärpfling Aphyosemion australe. Mittlerweile findet man die Art, neben einigen anderen Aphyosemion-Arten wie A. bivittatum, Fundulopanchax gardneri, Nothobranchis rachovii und verschiedenen Hechtlingen wie den Rigelhechtling Epiplatys annulatus, vergleichweise häufig im nichtspezialisierten Zoofachhandel. Bei anderen Killifischen sieht es leider etwas schlechter aus. Hier helfen aber spezialisierte Aquarianer. Insbesondere auf die Deutsche Killifisch Gemeinschaft (DKG) und vergleichbare Organisationen und überregionale Vereine und Verbände möchte ich als Quelle und Kontaktadresse für Interessierte hinweisen.










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